„Meine“ Musik entdeckte ich recht spät. Doch schon als Kind hörte ich meinem Vater gern zu, wenn er Geige oder Fußharmonium spielte. Es waren religiöse Lieder, und obwohl ich nicht an Gott glaubte, mochte ich sie. Mich zog das Traurige, das Hymnenhafte an.
Als der Moderator in Potsdam vor dem Leseauftritt Rücksprache mit mir hielt, lagen bereits einige Notizen vor ihm. Es war natürlich nicht schwer, etwas über mich herauszufinden – dank meiner Homepage und meiner Blogs. Auch über meinen Musikgeschmack hatte er sich informiert, deutete ihn jedoch so, als würde ich gregorianische Gesänge mögen. Ich versuchte ihm zu erklären, welche Musik mich am meisten bewegt, aber so richtig verstanden hat er es nicht. Jedenfalls kannte er weder...
„Bei diesem Wetter kann man doch nur depressiv werden“, höre ich oft den einen oder anderen seufzen, wenn es draußen trüb und regnerisch ist. Dann zucke ich innerlich mit den Schulten und denke (manchmal sage ich es auch laut), dass schlechtes Wetter keine Auswirkung auf meine Stimmung hat. Jedenfalls ruft es bei mir keine Depression hervor.