Wir waren gerade an Mikels Grab. Es ist immer noch mit Kränzen und Blumen übersät. Ich kann es kaum glauben, dass darunter, unter einer Erdschicht, mein Enkelkind liegt. Tot. Nie wieder wird er mir am Telefon sagen: „Hallo Oma! Wie geht es dir, was macht ihr heute Schönes?“ Nie mehr wird er Weihnachten mit uns am Tisch sitzen und uns sein Lächeln schenken.
Diese Zeilen habe ich in meinen Notizen entdeckt – geschrieben vor genau sieben Jahren, am 17. Februar 2019. Man könnte sie fast als Prosagedicht durchgehen lassen, oder? Jedenfalls habe ich sie vorsichtshalber in ein Vers‑Widget gepackt.