Artikel mit dem Tag "pflegeheim"



Es ist kein angenehmes Thema, über das ich heute schreiben möchte – und doch ist es wichtig, nicht nur für mich. Denn es betrifft uns alle, ob als Mittendrinstehende oder als Angehörige. Für beide Seiten ist es ungeheuer schwer.

Mit meiner Schwester Aneta, die in Berlin im Pflegeheim lebt, telefoniere ich jeden Tag, oft sogar mehrmals am Tag. Letzte Zeit ist das etwas schwieriger geworden. Ich weiß nicht, ob es an beginnender Demenz liegt oder vielleicht etwas anderem, aber sie hat es fast vollständig verlernt, mit dem Telefon umzugehen, und schafft es noch gerade so, ihren Sohn, mich oder die anderen Geschwister anzurufen.

Einige meiner Leserinnen und Leser haben sicher mitbekommen, dass meine Schwester Aneta im Heim wohnt. Ihr größter Feind, wie sie selbst sagt, ist die Depression, und das richtige Medikament ist wohl für sie noch nicht erfunden worden. Vielleicht gibt es das auch, doch es findet sich kein Arzt, keine Ärztin, der oder die sich Aneta einmal zuwenden und ihr helfen würde … wenigstens es versuchen würde! Momentan ist sie in dieser Hinsicht völlig aufgeschmissen.