Es ist sechs Jahre her, dass die Schreiblust auch meine Enkeltochter ergriff. (Liegt es in den Genen, oder habe ich sie bloß angesteckt?) Mit ein wenig Hilfe von mir entstanden damals einige Kurzgeschichten – die ersten zarten Versuche, die Welt in Worte zu fassen. Eine davon fand sogar ihren Weg in die Geschichtensammlung „Überall ist irgendwo“ und in eine Zeitschrift. Ich war stolz, und sie war es auch – das Leuchten in ihren Augen ist auf den Fotos nicht zu übersehen.
Der Text reflektiert die Kampagnenwoche „Worte statt Wunden – Gemeinsam gegen Häusliche Gewalt“, die von Ramona Linné organisiert wurde. Sie beschreibt ihre anfänglichen Zweifel, die große Resonanz innerhalb der Polizei und die berührenden Begegnungen mit der Öffentlichkeit. Trotz der Schwere des Themas überwiegt für Ramona die Hoffnung, weil viele engagierte Menschen zusammengearbeitet haben. Die Woche habe gezeigt, dass Veränderung oft leise beginnt und Worte Kraft haben, etwas zu bewegen.
Die Lesungen an der Universität Potsdam, im Potsdamer Stern-Center und in der Staatskanzlei haben eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig der Kampf gegen häusliche Gewalt ist. Ramona Linné und ihr Team haben mit Engagement und Empathie Leserunden veranstaltet und das Bewusstsein für betroffene Menschen geschärft. Die Aktion hinterlässt bleibende Spuren und Hoffnung.
Eine besondere Veranstaltung steht mir im November bevor, und ich möchte meine Leserinnen und Leser gern darüber informieren. Über meinen Buchshop erhielt ich im August die Anfrage zur Anthologie „Über Mut – Über Leben“ – verbunden mit einer überraschenden persönlichen Nachricht:
Der Mensch ist ein Wunderwerk, ob von Gott so gedacht und in einem einzigen Tag in die Tat umgesetzt (wie es in der Bibel steht und was viele glauben), oder in Millionen von Jahren infolge der Evolution entwickelt (wovon ebenso viele ausgehen). Werden wir je herausfinden können, woher wir kommen, wie die Welt und das Leben entstanden sind, worin der Sinn unserer Existenz besteht? Wohl kaum.