Der Text reflektiert die Kampagnenwoche „Worte statt Wunden – Gemeinsam gegen Häusliche Gewalt“, die von Ramona Linné organisiert wurde. Sie beschreibt ihre anfänglichen Zweifel, die große Resonanz innerhalb der Polizei und die berührenden Begegnungen mit der Öffentlichkeit. Trotz der Schwere des Themas überwiegt für Ramona die Hoffnung, weil viele engagierte Menschen zusammengearbeitet haben. Die Woche habe gezeigt, dass Veränderung oft leise beginnt und Worte Kraft haben, etwas zu bewegen.
Die Lesungen an der Universität Potsdam, im Potsdamer Stern-Center und in der Staatskanzlei haben eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig der Kampf gegen häusliche Gewalt ist. Ramona Linné und ihr Team haben mit Engagement und Empathie Leserunden veranstaltet und das Bewusstsein für betroffene Menschen geschärft. Die Aktion hinterlässt bleibende Spuren und Hoffnung.
Eine besondere Veranstaltung steht mir im November bevor, und ich möchte meine Leserinnen und Leser gern darüber informieren. Über meinen Buchshop erhielt ich im August die Anfrage zur Anthologie „Über Mut – Über Leben“ – verbunden mit einer überraschenden persönlichen Nachricht:
Erst nachdem man sich mit dem Thema Kindermissbrauch auseinandergesetzt hat, wird man sich der wahren Ausmaße dieses abscheulichsten aller Verbrechen bewusst und fühlt sich einer schwarzen, bodenlosen Ohnmacht nahe.
Man schreibt mir zu, eine starke und mutige Frau zu sein. Ich selbst würde sagen, dass ich auf jeden Fall kämpferisch bin und nicht so leicht aufgebe. Und doch sitzen so manche Ängste in mir, die sich nicht austreiben lassen. Einige davon sind auf den ersten Blick kaum zu erklären. Dazu gehört die Furcht, nachts allein schlafen zu müssen, überhaupt vor der Dunkelheit. Sie begleitet mich schon seit jungen Jahren, aber ich denke, in Wirklichkeit seit meiner Kindheit. Bloß als Kind konnte...
Es sollte eine Kurzgeschichte zu einem Bild werden … einem, auf dem ein kleines Mädchen eine riesige, in die Erde eingepflanzte, leuchtende Glühbirne bestaunt. Eine Mischung aus Fantasie und eigenen Kindheitserlebnissen – zunächst als abgeschlossene Geschichte auf einer Internetplattform. Im Mittelpunkt steht die kleine Lisa, ein Kind, das in einem sibirischen Dorf aufwächst und Bekanntschaft mit einem geheimnisvollen Fremden macht. Der Fremde will Lisas sehnlichsten Wunsch erfüllen...
Obwohl ich mich zunächst entschlossen hatte, dem keine Beachtung zu schenken und mich nicht aufzuregen, merke ich, dass es mir doch keine Ruhe gibt. Also habe ich entschieden, die Sache auf eine andere, auf meine persönliche, Art abzuhacken – indem ich meinen Gedanken hier freien Lauf lasse.
Das Thema Depression kommt immer wieder in meinen Texten vor und trotzdem fehlen mir für die Beschreibung dieser grauen Hexe oft die passenden Worte. Ja, für mich ist sie eine graue Hexe und dazu auch noch mit vielen Gesichtern – es kann ein hämisch grinsendes, ein Panik einjagendes, ein aus der Ferne beobachtendes, es kann aber auch ein gleichgültiges und nichtssagendes Gesicht sein, aber es ist stets dunkel, farblos und hässlich. Mit einem Wort – grauenvoll. Sie nahm von mir Besitz,...
Heute beschäftigen mich Gedanken, die sich geradezu drängen, laut ausgesprochen, zumindest aufgeschrieben zu werden. Sie sind zum Schreien … Oder zum Verzweifeln? … Ja, Schreien wäre gar keine so schlechte Idee. Dennoch – ich werde es nicht tun. Auch verzweifeln werde ich nicht. Ich werde versuchen, meine Gefühle zu sortieren und sie hier in Worte zu fassen, obwohl ich kaum dafür Worte finden kann. Ich habe vier Geschwister. Es waren einmal sechs, doch zwei sind inzwischen tot. Von...