Rosa im Regenbogen. Und andersrum ...

Diesen Artikel von Ilona Munique bei WordPress will ich hier festhalten. Unbedingt.

Ein raffiniertes Wortspiel mit Regenbogen, meinem Namen und Andersrum – es hat mich richtig geflasht  (ich benutze mal ausnahmsweise :-) einen englischen Ausdruck). Doch ist es nicht nur eine schöne Spielerei, darin steckt auch ein großes Stück Wahrheit – über mich, mein Leben und mein Schreiben. Ja, das Schreiben … Ich weiß – ich gebe in autobiografischen Texten häufig viel zu viel über mich preis und damit kann nicht jeder, der sie liest, umgehen. Die Rosa selbst ist im Gegensatz zu dem, wie und was sie schreibt, mehr zurückhaltend und versteckt sich meistens hinter dem Schweigen; sie mag es nicht, im Mittelpunkt zu stehen, die Schüchternheit ist ihr oft im Weg, Schüchternheit, die sich noch aus der Kindheit hinter ihr herzieht, Schüchternheit, die sie nie mehr loslassen wird.

Umso mehr überrascht es mich, dass ich den Artikel, so wie er ist, bedingungslos annehmen und sagen kann – ja, es stimmt, es ist die Wahrheit, so bin ich. Danke dafür, Ilona!

Bloß eine Kleinigkeit wäre da zu berichtigen – „In der sibirischen Kälte“ ist kein Roman und nichts darin ausgedacht, aber das weißt Du ja :-) Und ... mein Foto ist ein bisschen groß geraten, so 'groß' bin ich nun auch wieder nicht ;-)))

Angeblich gibt’s kein Rosa im Regenbogen. Doch ich denke das jetzt mal andersrum. Der Regenbogen ist in Rosa vorhanden. Und damit meine ich in Rosa Ananitschev, einer wortbegabten und auch mutigen Bibliothekskollegin, die farbig zu schreiben weiß, und eben manches auch mal „andersrum“ erlebt, denkt und verarbeitet, so wie in ihrem gleichnamigen Roman beschrieben. Man könnte es als Debutwerk bezeichnen, gäbe es da nicht auch ihr Weblog mit vielen ebenbürtigen Texten – was war zuerst da? Egal, Hauptsache, sie schreibt. Denn das kann sie!

Doch, Achtung! Nicht alles ist leichte Kost, wenngleich sprachlich von unglaublicher Leichtigkeit, Sanftheit und  – ja, auch Barmherzigkeit! – mit sich und ihren (Mit-)Tätern. Dass Rosa Ananitschev die „richtigen“ Worte für all das und all diese gefunden hat, die sie ebenso verbal zu verwenden vermag, ist am 12. September 2016 um 21:04 Uhr auf Radio Iserlohn mit Claus Karst zu hören, der unsere Berufskollegin in der Sendung WortArt zu Wort kommen lässt. Hier ein erstes Podcast.

Mit ihrem neuesten Buch „In der sibirischen Kälte“, erschienen im Karina Verlag, ISBN 978-3-903056-85-5, hat sie wiederum einen – thematisch wie sprachlich – besonderen Roman gelandet. Und – Nein! – Rosa kann nicht einfach mit dem Etikett „andersrum“ versehen werden, wenngleich ihre gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft das nahe legen würde. Sicher, sie hat wohl ein etwas anderes Schicksal als viele von uns. Aber nicht nur das macht sie zu etwas Besonderem. Doch erleben Sie sie selbst, lesend oder hörend oder vielleicht auch mal persönlich.

By the way … sind wir nicht alle ein bisschen „besonders“? Wer weiß vor allem, wie viele besondere Schreibtalente noch so unter unserem Berufsstand weilen. (Ja, Frank Merken fällt mir natürlich sofort ein. Und Angelika Monkberg, alias Öhrlein.)

In meinem Job jedenfalls lerne ich unglaublich tolle Kolleg(inn)en kennen, über die ich zu gerne Romane schreiben würde. Wenn die das nicht besser könnten, wie zum Beispiel Rosa, die meines Eindrucks nach (wir hatten uns beruflich in Lüdenscheid kennengelernt) ALLE Farben des Regenbogens in sich trägt. Und mit ihren Büchern für uns nach außen trägt. Wer will sagen, dass Schwarz ebenfalls nicht im Regenbogen ist?! Schwarz nicht auszusparen und in (oder durch) Rosa zu verwandeln, das ist Lebenskunst pur. Rosa, du hast meinen großen Respekt dafür!

 

Ilona Munique

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Kommentare: 1
  • #1

    Christel Wismans (Mittwoch, 04 Januar 2017 22:47)

    wow, das ist ja mal ein toller Artikel! Abgesehen von dem kleinen Irrläufer "Roman" ist das ein absolut zutreffender Bericht über Dich, liebe Rosa, und dein Schreiben. Schlicht, geradeaus und absolut ehrlich. Und daher überzeugend und faszinierend. Hut ab!